Frage:
Was muss ich als betreuender Arzt  tun, um einen Patienten ins Palliativnetz einzuschreiben?


Antwort:

Der betreuende  Haus- oder Facharztarzt muss zunächst einmalig die Anlage 1 ausfüllen und zur KV faxen. Damit erklärt er seinen Beitritt zum Palliativnetz Bochum.

Für die Einschreibung seines Patienten muss er anschließend einmalig die so genannte "Anlage 3" ausfüllen, unterschreiben und leserlich stempeln
Der Patient oder sein gesetzlicher Vertreter muss die Anlage 3 gleichfalls unterzeichnen. Anschließend muss die ausgefüllte Anlage 3 zur Koordinatorin gefaxt werden. Für die Einschreibung kann die SNR 91501 in Ansatz gebracht werden.

Frage:
Woher bekomme ich als Hausarzt die "Anlage 3"

Antwort:
Der Versorgungsvertrag aus Westfalen-Lippe kann unter www.sapv.de mit allen Anlagen herunter geladen werden.

Frage:
Darf mich mein Hausarzt nicht mehr behandeln, wenn ich im Palliativnetz eingeschrieben bin?


Antwort:
Der Hausarzt bleibt primärer Ansprechpartner. Er entscheidet, in welchem Umfang das Palliativnetz tätig werden soll.

Frage:
Wann kann ich die Notfallnummer 0800-PALLIATIV anrufen?


Antwort:
Die Notfallnummer ist 24 Stunden pro Tag besetzt.
Für allgemeine Fragen sollten Sie jedoch besser tagsüber zwischen 9 und 16 Uhr anrufen.

In Notfällen ist die Koordinatorin auch nachts erreichbar und wird sie, wenn nötig, mit dem diensthabenden Palliativmediziner in Kontakt bringen.
Voraussetzung dafür, dass der 24-Stunden-Rufdienst frei geschaltet wird, ist zu normalen Tageszeiten ein mindestens einmaliger Hausbesuch eines Palliativmediziners bei Patienten zu Hause.
In dieser Einschreibevisite wird u.a. die Erkrankung und die Dauermedikation durchgesprochen und anschließend wird festgelegt, welche Bedarfsmedikamente der Patient benötigt.

Frage:
Was ist der Unterschied, wenn ich mich vom Palliativarzt statt vom Notarzt behandeln lasse?


Antwort:
Die Palliativmediziner haben Zugriff auf eine gemeinsame Datenbank und können daher auch im Notfall alle relevanten Daten über Ihre Vorerkrankungen, Ihre Medikation und sonstige relevante Informationen abrufen.
Sie werden versuchen, bei Ihnen zu Hause Leiden zu lindern und unangenehme Symptome abzuschwächen und - wenn irgend möglich - eine stationäre Einweisung zu vermeiden.

Frage:
Kann ich sicher sein, dass Sie meine Einstellung bezüglich Medikamenten respektieren, wenn ich zu schwach bin, um mich zu äußern?


Antwort:
Maßnahmen zur Leidenslinderung (Symptomkontrolle) werden immer mit dem betroffenen Menschen abgestimmt.
Eine Behandlung ohne Einwilligung des Patienten wäre ein klarer Rechtsbruch.
Wir empfehlen Ihnen, gemeinsam mit Ihren nächsten Angehörigen eine Patientenverfügung auszufüllen und mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen und Ängste bezüglich Ihres Lebensendes ausführlich zu sprechen.