Hausnotruf nach § 40 Abs. 1 - 3 SGB XI

Wie bekomme ich einen Hausnotruf?

Für Personen, die im Rahmen der Pflegeversicherung als pflegebedürftig anerkannt sind, können die Kosten für den Hausnotruf von der Pflegeversicherung übernommen werden. Der Hausnotruf gilt als technisches Pflegehilfsmittel und soll dem Pflegebedürftigen eine selbständigere Lebensführung ermöglichen.

Wann kann ich einen Hausnotruf beantragen?

  • Vorliegen einer Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI beim pflegebedürftigen Menschen
  • Der Hausnotruf ist unabhängig von der jeweiligen Pflegestufe.
  • Das Hausnotrufgerät muss dem Pflegebedürftigen eine selbständigere Lebensführung ermöglichen.

Welcher Leistungsumfang steht mir zu?

  • Das Pflegehilfsmittel, also auch der Hausnotruf wird grundsätzlich als Sachleistung mit Bereitstellung des Hausnotrufgerätes samt Funksender und Notrufbetreuung zur Verfügung gestellt und ist über einen entsprechenden Lieferanten, der über einen Vertrag mit der Pflegekasse verfügen muss, zu beziehen.
  • Die Pflegekassen sollen dem Pflegebedürftigen die technischen Hilfsmittel in allen geeigneten Fällen vorwiegend leihweise überlassen.
  • Der Hausnotruf ist ein zuzahlungsfreies Pflegehilfsmittel.
  • Die Pflegekasse übernimmt die monatlichen Mietkosten von gegenwärtig 17,90 Euro und die einmalige Installationsgebühr von 10,23 Euro.

Wie stelle ich einen Antrag?

  • Durch den pflegebedürftigen Menschen bei seiner Pflegekasse.
  • Die Pflegekasse überprüft die Notwendigkeit der Versorgung mit dem Hausnotruf unter Beteiligung meiner bei ihr angestellten Pflegefachkraft oder des Medizinischen Dienstes.
  • Anspruchsberechtigt sind allein wohnende Pflegebedürftige und solche Pflegebedürftige, die über weite Teile des Tages auf sich gestellt sind.
  • Eine ärztliche Verordnung ist für das Hausnotrufgerät nicht erforderlich.

Was muss ich beachten?

  • Der Hausnotruf schmälert keine anderen Leistungen der Pflegekasse. Mit dem finanziellen Betrag der Pflegeversicherung sind ausschließlich die monatlichen Mietkosten abgegolten. Leistungen die darüber hinausgehen, z. B. wenn der Hausnotruf ausgelöst wird und der Pflegedienst zur Hilfestellung in die Häuslichkeit kommt, müssen zusätzlich vom Pflegebedürftigen bezahlt werden.
  • Die Pflegekassen haben mit unterschiedlichen Hausnotrufanbietern Verträge abgeschlossen, in denen die Bereitstellung des Hausnotrufgerätes mit Funksender sowie die Notrufbetreuung durch eine Hausnotrufzentrale geregelt werden.