Psychiatrische und psychoonkologische Kooperation mit der LWL-Universitätsklinik Bochum und den Augusta Kliniken Bochum

Im Verlauf einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung leiden Patientinnen und Patienten gelegentlich unter psychiatrischen Krankheitssymptomen, wie z.B. Depressionen oder Schlafstörungen. Verwirrtheitszustände, psychotische oder wahnhafte Symptome können die Lebensqualität nachhaltig beeinflussen und sind für den Betroffenen und für die pflegenden Angehörigen sehr belastend, ebenso wie Demenz, die zu Verhaltensänderungen wie psychomotorischer Unruhe, aggressivem Verhalten, zu Schlafstörungen oder deliranten Symptomen führen kann.

Das Palliativnetz kooperiert mit der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin sowie mit der Psychoonkologie und Gerontopsychiatrie der Augusta Kliniken, um interdisziplinär eine gute, psychiatrische Versorgung der Erkrankten zu erreichen und ihre Familien zu entlasten. Verknüpft mit dem Palliativnetz Bochum können Betroffene über die Institutsambulanzen ambulant und auch häuslich weiterversorgt werden. Krankenhaus- oder Heimeinweisungen lassen sich oft vermeiden.

Die fachpsychiatrische Behandlung kann dabei helfen, die Würde und Autonomie der Betroffenen zu erhalten, sowie die Lebensqualität der Erkrankten und ihrer Familien zu verbessern, sodass der Verbleib im eigenen Zuhause bis zum Lebensende möglich ist.